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Die   STEINSCHLAG - Geschichte  :

 

1980 - 1982 : Die Gründerjahre

 

Es war im Sommer 1980 : Anne aus Würzburg urlaubt mit ihren Eltern im beschaulichen Annabrunn bei

Mühldorf.  Ihr Charme zieht die männliche Dorfjugend an wie Motten das Licht !  Die Zahl der Kicker auf dem

A'brunner Bolzplatz wächst von Tag zu Tag , nur weil Anne die allabendliche Kickerei mit  ihrer Anwesenheit

verschönt.......

Auf einer kleinen ,für Anne organisierten Party im Schuhbeck - Keller bearbeiten Bo, Hans und Sepp  das herumstehende Instrumentarium der " LOLLIES " , Schnully' s kleiner Tanz-Band .

Anne zeigt sich  d e r m a ß e n  begeistert und wünscht sich sogleich eine Cassette zu Weihnachten mit selbst

aufgenommenenen Songs!  Bo, Hans und Sepp versprechen im Überschwang der Gefühle, ihr diesen

Wunsch zu erfüllen !

 

Leichter gesagt als getan!! Musikalisch  vorbelastet sind eigentlich nur Bo und Hans an der Gitarre . Als Schlagzeuger eingeplant ist natürlich Sepp, nur besitzt dieser kein Spielgerät !  Der gelernte Schlagzeuger in

der Familie ist Schnully und der rückt sein Instrument nur raus , wenn er in irgendeiner Form mitwirken darf!

Notgedrungen wird der kleine Schnully in die Band aufgenommen - als Bassist !

Eine Bassgitarre hat nur 4 Saiten  - und muß deshalb auch leicht zu bedienen sein.......

 

Fehlt noch ein Sänger !!

Stammtisch - Spezl Bertl Heidrich wird auserkoren . Sein kräftiges Stimmorgan ist allen Stammtischlern von diversen Trinkgelagen bestens bekannt . Remember " Wild Rover"......oder "Flieger grüß mir die Sonne", lange bevor EXTRABREIT diesen Song zum Hit gemacht haben.....

 

 

So trifft sich die Besetzung Hans Z., Bo K., Bertl H., Schnully und Sepp Sch. im September 1980 in Erharting

bei Kaufmann' s im Keller zu den ersten Sessions!!

 

 

 ( v.l.n.r. Hans Z. , Bertl H. ; Sepp Sch. , Bo K. , Schnully Sch. ) 

 

Es fehlt an musikalischer Kompetenz und am technischen Equipment , aber nicht  an Spaß und  Begeisterung !!

 

DIE ERSTEN AUFNAHMEN :

 

Regelmäßig Samstags, "One o' clock " is Recording - Time. Hans organisiert Aufnahme-Mikrofon ,Cassettenrecorder und eine Turbo-C-60-Cassette, ein Bass-Amp mit dazugehöriger Gitarre wird vom Richter Bernd entliehen , die Kaufmann'schen Bierreserven werden angezapft und ab geht' s !!!!!

 

"Proud Mary",der legendäre Creedence -Klassiker, sollte die Cassette eröffnen. CCR-Songs sind von den Akkorden auch für Anfänger spielbar. Schwierig wird's allerdings beim Gesang und der Lead-Gitarre.

Geschätzte 100 Mal versucht man sich an diesem Song, bis das Gitarren-Solo rhythmisch einigermaßen paßt.

So wurde Bertl's Stimme gleich beim ersten Song voll gefordert.  Seine spätere  Abneigung gegen CCR-Hits ist daher nachvollziehbar!  Leider war die Band seinerzeit wegen mangelnder musikalischer Grundkenntnisse nicht in der Lage , Songs in eine für den Sänger passende Tonart zu transponieren !  Transponieren ??? Häh???

 

Trotzdem: 2 weitere Creedence-Nummern müssen noch herhalten. "Bad Moon Rising" und "Who'll stop the rain"!

Wie gesagt, von den Harmonien her nicht sooo schwer!

 

Da diese Aufnahmen in den Ohren der SOOPERS schon "sauguad" klingen, wagt man sich an härtere Kaliber.

Neil Youngs's "Like a Hurricane" wurde auserkoren. Ein Song, bei dem man viel  und lang improvisieren kann , wenn man's kann !!! ......und die Cassette wird auch schneller voll !

 

Weitere Klassiker, die ohne Rücksicht auf Verluste verbraten werden: "Wild Thing" von den TROGGS , DRAFI DEUTSCHER's " Shake Hands" , mit einem fast schon genialen Gitarrensolo von Hans und Bertl als seinem eigenen Background-Sänger , FREDDY QUINN's "Junge, komm bald wieder" , das clean umgetextet wird und

JOHNNY CASH's " Ballad of Billie Clanton" , das in Bandkreisen 20 Jahre lang als Eigenkomposition von Bo

gilt. Erst Jahre später räumt Bo ein, das Lied frecherweise als eigenes Werk ausgegeben zu haben.

Die englischen Sprachfeinheiten sind den Bandkollegen allerdings bereits zu Zeiten der Aufnahme spanisch vorgekommen!

 

Als fast sensationell zu bezeichnen ist die Tatsache , daß die SOOPERS schon in ihren Anfangszeiten über

amtliche Eigenkompositionen verfügen.

Das vom Zeitgeist inspirierte " Punk Time", die von Hans geschriebene Liebesballade "Anne's Song" , die

Instrumental-Nummer mit dem sinnigen Titel "Intrumental"  , der in einem Take aufgenommene "Telefonbuach Blues", von Bertl während der Aufnahme spontan getextet und gesungen  und natürlich der mörderlegendäre "Wurschtsemme Blues" , euphorisch vorgetragen von Bo himself  zur akkustischen Gitarre. Ein Song , der in den kommenden Jahren zum Kult reifen wird!

Vervollständigt werden die beiden Cassettenseiten mit wilden Klangcollagen called "Chaos Part 1" und ,of course,"Chaos Part 2" .

 

Das Werk ist vollendet!  Titel der Song-Sammlung:  " Besoopen  "   !

 

Der geneigte Leser wird sich nun fragen . SOOPERS ??? Besoopen??  Was ist das ??

Nun, nach anstrengenden Aufnahmesessions pflegte die Band gerne ein Bier  oder  auch  zwei

zu nehmen. Der damals am  Stamtisch SCHKUCHUCKSUHR gebräuchliche Slang-Ausdruck  für Biertrinken war  ''soopen''   !! Alles  klar!??

 

Dann das Malheur!! Star-Tontechniker Hans Z. löscht aus Versehen die Aufnahme von "Proud Mary" ( AAARRRGGHH!!!!) .

Die hastig organisierte Neueinspielung muß ohne Leadsänger Bertl auskommen, der terminlich verhindert ist. Bo knödelt den Gesang auf Band! Und der Sound paßt auch nicht mehr so richtig!

Bei der CD-Wiederveröffentlichung 2008 verliert "Proud Mary" deshalb seine Nr. 1 - Position . Es erfolgt die Rückstufung zum Malus-Track!

 

Weihnachten rückt näher ! Die Cassette wird als LP mit Klappcover verpackt und an Anne nach

Würzburg auf die Reise geschickt!

Anne äußert sich freundlicherweise begeistert , was die Band unwahrscheinlich anspornt.

Man beschließt für 1981 , eine neue Cassette einzuspielen.

 

 

 

Das JAHR 1981 UND DIE AUFNAHMEN ZUR 2. CASSETTE :

 

1981 wird aufgerüstet - ausrüstungsmäßig und personell !

Dia Band macht 1,600.- Mücken  locker und investiert in eine PEAVEY - Gesangsanlage . Mit Bo's

Benz kutschiert man nach München zum Citrone - Musik und holt das gute Stück ab.

Der Popstar - Karriere stand jetzt nichts mehr im Weg !..... Nur Leadsänger Bertl schert aus !!

Bertl mag "Koane Scheiß-Creedence -Songs" mehr singen und verläßt die Band !  Miesnitz ! Was tun ???

Schnully's Schulspezl Günner Rudolf  wurde zur Audition geladen.  Günner war bereits bekannt als Komponist des superlegendären "Song of Hongkong " .Zwei Strophen von " Who'll stop the Rain " reichen aus , um den Rest der SOOPERS von Günni's Qualitäten zu überzeugen.

 

Der Einstieg Günner's wurde anschließend beim Rull in Starkheim gleich ordentlich begossen.

Aber wieder hatte man die Rechnung ohne den Wirt gemacht . Der seinerzeitige Manager Thomas

W. war mit der Band-Entscheidung nicht einverstanden ... und Günner war wieder draußen.

 

Schlußendlich übernimmt Bo den Leadsänger-Posten . Ein weiterer Stammtischkumpel, Schrupper Hagn , wird als Saxofonist ins Boot geholt. " Molina" , der CCR-Knaller  mit dem geilen Saxofon-Solo stand auf dem Programm .

 

Es wurde Zeit für die zweite "LP".

 

Nach dem Motto " Bewahrt das Bewährte " zieht sich die Band unter der technischen Leitung von

Hans zurück in die Erhartiger SOOP-Studios und legt los.

 

Diverse neue Songs wurden in den Wochen vorher  in intensiven Übungssessions erarbeitet.

Darunter Eigengewächse wie "Wann I an Di denk" , " Bo's Blues", " Highway Queen", und der berühmt - berüchtigte "Geile Bene " von Bo , Hansi's " I sog das nomoi Mädl" , " Schnully's erster Versuch "Ride away" und das gemeinsam fabrizierte "SOOP Music".

 

Neue Coverversionen sollten auch auf das Tape: von  Neil Young mußten 2 Songs dran glauben , "Powderfinger" und "Don't cry no Tears" ! Von Creedence wurden derer 4 auserkoren: Don't look now , Sail away, Have you ever seen the Rain und Sweet Hitch Hiker! Dazu kommt noch Drafi Deutscher's Alltime- Klassiker " Marmor Stein und Eisen bricht ".

 

Unglaublich die Kühnheit der Band , sich an derartigen Knallern zu versuchen , die musikalisch gesehen wohl doch eine Nummer zu groß waren.

Aber, man war jung und unbekümmert und hat sich "nix geschissen"!

 

Bandküken Schnully macht seit "Besoopen" ordentliche Fortschritte am Bass und versucht sich erstmals auch als Gitarrist, Songschreiber und Sänger!

 

Die Aufnahmen zur " 2.LP" mit dem sinnigen Titel "Noch nicht nüchtern" sollten sich trotz aufgerüstetem Equipment nicht zwingend einfacher gestalten.

Die neue Gesangsanlage erlaubte ein Hervorheben des Gesangs, was wiederum die Instrumentalisten mit erhöhter Lautstärke auszugleichen versuchten. Mit dem entstandenen Lärmpegel hatte das Aufnahmemikrofon so seine Schwierigkeiten....

Zu Weihnachten war " Noch nicht nüchtern ", so der sinnige Titel fertig ! Ein "würdiger " Nachfolger für "Besoopen! !!!

Das mördermäßige Coverfoto wurde von Beppo Reichenspurner am Erhartinger Weiher gefertigt! 

Weiter geht's demnächst.............